Öffentliche Ortschaftsratssitzung / 11. Dezember 2019

Zur letzten Sitzung im alten Jahr hatte Ortsvorsteher Siegfried Dölker einen Vertreter der „Deutsche Funkturm GmbH (DFMG)“ eingeladen. Derzeit liege der Bauantrag auf „Erstellung eines Funkmastes“ beim Bauamt. Auf ein Gutachten seitens des Gesundheitsamtes werde noch gewartet, informierte Dölker die zahlreichen Zuhörer.
Kritisch hinterfragten die Besucher und die Räte nochmals die Höhe des Stahlgitterturms von 30 Metern beim Vertreter der DFMG, sowie die Schädlichkeit des Mobilfunknetzes und ob es eventuell doch einen anderen Standort für den Mast gäbe. 26 Meter seien das Minimum, um ordentlich ausleuchten zu können, so der DFMG-Vertreter. Der Mast habe einen Radius von 1,3 Kilometern, somit sei ein Standort in der Mitte des Ortes ideal.
Bei einem schlechten Empfang erreichen Mobiltelefone die maximale Strahlungsleistung, meinte ein Zuhörer, somit wäre doch eine bessere Funkversorgung optimaler, was der Vertreter bejahte. Ob der gemeindeeigene Platz neben dem Rathaus nicht ein besserer Standort wäre, musste Ortsvorsteher Dölker verneinen, da dieser Platz im Zuge der Ortsmittelgestaltung verplant ist.
Die Kosten in Höhe von rund 200000 Euro kämen „nur über das Telefonieren nicht wieder herein“, schilderte der Vertreter von DFMG, daher müssten noch weitere Anbieter wie Vodafone und Telefónica wegen einer Beteiligung am Sendemast angeschrieben werden.
Die bessere Funkversorgung habe ihn überzeugt, meldete sich der Eigentümer des geplanten Funkmast-Standortes zu Wort. Aus privater Sicht sei er dringend darauf angewiesen, da der Hausnotruf für Pflegebedürftige nur über eine gut ausgebaute Funkversorgung funktioniere.
Die Kinderzahlen steigen an, daher sollen auch die Öffnungszeiten wieder dem Bedarf angepasst werden, so der Wunsch der Eltern. Dölker informierte, dass während eines laufenden Kindergartenjahres keine Anpassung erfolgen könne. Im Frühjahr sollen die Bedarfe zusammen mit Susanne Vögele und Hauptamtsleiter Hartmut Walter aufgenommen werden. Zusichern konnte er jedoch schon, dass im nächsten Jahr eine weitere Erzieherin mit 40 Prozent Beschäftigungsumfang die beiden Kindergärtnerinnen verstärken werde. Eine Mutter betonte, wie wichtig es sei, dass die Öffnungszeiten vormittags verlängert werden, da es sonst für die Eltern schwierig sei, arbeiten zu gehen. Dölker erklärte nachdrücklich, dass er nichts versprechen könne, man müsse in dieser Sache „hart dafür kämpfen“.
Rückblickend habe der Ort fast 150000 Euro in verschiedene Projekte investiert, fasste Dölker mit Blick auf den Haushaltsplan 2019 zusammen. Für das nächste Jahr sei nicht nur bei der Stadt Sparen angesagt. Weiterhin im Haushalt drin sind aber der Umbau des Feuerwehrgerätehauses, die Gestaltung der Dorfmitte (für 2022) und des Dorfgemeinschaftsraumes (für 2021). Dann blieben noch rund 5000 Euro für laufende Unterhaltskosten übrig, „mehr sei für Dürrenmettstetten nicht zu machen“, so Dölker.
Das Baugesuch, das beim Ortsvorsteher kurz zuvor eingetroffen ist, handelt von einer Geländeauffüllung an der Hofstelle im Außenbereich Richtung Dettingen, mit dem Bau eines Fahrsilos unterhalb des Bullenstalles. Weiterhin bekannt gab der Ortsvorsteher, dass die Schadensmeldung an die Gemeinde nun online über die Orts-Homepage möglich ist. Dies wurde von einem Bürger in der vorangegangenen Sitzung bemängelt. Über einen Link auf der „Kontakt“-Seite gelangt man nun direkt auf eine entsprechende Seite bei der Sulzer Homepage, um einen Missstand zu melden.
 
Text: Elke Huß