Öffentliche Ortschaftsratssitzung / 21. November 2019

Die Plätze im Bürgersaal reichten kaum aus für die Zuhörer der öffentlichen Sitzung am Donnerstagabend, in der auch das Thema „Errichtung Funkübertragungsstelle“ auf der Tagesordnung stand.
Ortsvorsteher Siegfried Dölker begrüßte knapp zwanzig Bürger. Eine Kindergartenmutter stellte die Frage auf Anpassung der Betreuungszeiten aufgrund geänderter Kinderzahlen. Die Planungen würden immer auf ein Jahr festgesetzt, so Dölker. Aktuell liefen Gespräche, sehr wahrscheinlich gäbe es nach den Sommerferien eine Änderung, informierte er. Ein weiterer Bürger machte den Verbesserungsvorschlag, das auf der Homepage angebotene Formular „Mängelmeldung“ digital ausfüllen zu können. Dölker wolle sich dahingehend erkundigen. Eine Bürgerin fragte nach dem derzeitigen Sachstand zum Bau des Funksendemastes, da sie bisher als angrenzende Eigentümerin keine für sie ausreichende Antworten bekommen habe. Der Ortsvorsteher verwies hierzu auf den folgenden Tagesordnungspunkt.
Der Ortschaftsrat hatte das Baugesuch „Errichtung einer Funkübertragungsstelle mittels Stahlträger“ auf dem Gewann Lohacker/Dettingerstraße vorab in nichtöffentlichen Sitzungen behandelt. Der Bauherr „Deutsche Funkturm“ in Stuttgart sieht diesen Standort als geeignet dafür, einen 30 Meter hohen Stahlgitterturm zur besseren Funkversorgung - angedacht ist die D1-Versorgung - zu errichten.
Die unmittelbar angrenzenden drei Eigentümer wurden im Oktober über das Baugesuch benachrichtigt. Der Ortsverwaltung gingen mittlerweile drei schriftliche Ablehnungen, sowie der zusätzliche schriftliche Einspruch einer Mietergemeinschaft ein, informierte der Ortsvorsteher.
Über die Höhe der Antenne sei das Gremium selber überrascht gewesen, so Dölker. Ebenso sei man von einer Dachkonstruktion ausgegangen. Mit dem Planer seien verschiedene Standorte nochmals durchgesprochen worden, doch sei der Standort auf dem Gewann neben einer Maschinenhalle, ideal, um die Netzabdeckung mit der vierten Generation (4G) vorzunehmen.
Der Ortschaftsrat nahm dieses Baugesuch negativ zur Kenntnis. Dölker gab bekannt, dass sich das Gremium der Gefahr bewusst sei, dass dann im Ort eventuell „weiße Flecken“ bestehen bleiben. Die Einwendungen würden weiter geprüft. „Wir akzeptieren einen Funkturm als Dachaufbau, aber nicht in dieser Höhe“, fasste der Ortsvorsteher abschließend zusammen.
Das zweite Baugesuch betraf den Abriss und Wiederaufbau eines abgebrannten Dachstuhls im Tiergarten, den das Gremium zustimmend zur Kenntnis nahm. Zehn Obstbäume wird der Ortschaftsrat rund um Dürrenmettstetten pflanzen, gab Dölker bekannt. Weiterhin wird der Fahrradstellplatz, bisher hinter dem Rathausgebäude, neu festgelegt. Gut verlaufen die Gespräche mit der Kirchengemeinde hinsichtlich einer Kindergartenrenovierung, so der Ortsvorsteher. Das Gremium werde sich künftig am Nachmittag für Ältere helfend mit einbringen, dadurch werde die Arbeit der Mesnerin erleichtert.
Ortsvorsteher Siegfried Dölker wird vom 18. Dezember bis zum 10. Januar beruflich im Ausland sein. Die Rathausgeschäfte werden in dieser Zeit von seinen Stellvertretern Markus Steinwand und Reinhard Kießling geleitet, lautete eine weitere Mitteilung. Um das Ortsbudget etwas aufzubessern, soll im März des nächsten Jahres wieder ein Retro-Abend veranstaltet werden, sowie im Juli ein Bürgerabend. Dieser beinhaltet im Ablauf eine Ortsumfahrt mit Felderbegehung mit einem landwirtschaftlichen Referenten. Der Abschluss solle mit allen Bürgern in einem Zelt in der Dorfmitte abgehalten werden.
Von der Verabschiedungsfeier von Robert Trautwein hat Dölker nur positive Rückmeldungen bekommen. Vom ehemaligen Ortsvorsteher solle er freundliche Dankesgrüße ausrichten.

Auszug aus Baugesuch
Text und Bild: Elke Huß