30 Jahre Biohof Frey mit Schlachtplatten-Fest / 1. November 2019
| Zur Stallbesichtigung und hausgemachten Schlachtplatte des Biolandhofes Frey kamen gestern unzählige Besucher. Erstmalig fand die Veranstaltung in der Gemeindehalle statt. Auch die Führung durch den Aussiedlerstall stieß auf großes Interesse. Zum Frühschoppen spielte der Musikverein Hopfau mit Dirigent Arne Schauer in der Gemeindehalle auf. Schon kurz vor Mittag war die Halle sehr gut gefüllt. Kurzfristig musste auch der obere Raum zur Bewirtung hergerichtet werden, so groß war der Andrang der Besucher. Deftiges aus dem Kessel oder eine feine herbstliche Kürbissuppe verwöhnten den Gaumen der Besucher. Aus der hofeigenen Backstube stammte das Bauern- und Vollkornbrot, welches laufend frisch nachgebacken wurde. Um 14 Uhr nahm Lorenz Frey rund fünfzig interessierte Besucher mit auf einen Rundgang durch den Aussiedlerstall, der nordöstlich Richtung Dettingen gelegen, seinen Standort hat. Die Umstellung zum Biolanderzeuger erfolgte vor 30 Jahren, erläuterte Frey. Anfangs habe sein Vater mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt. Doch für ihn, der vor zwei Jahren den Hof von seinem Vater Martin Frey übernommen hat, ist es heute eine Selbstverständlichkeit, regionale Direktvermarktung zu betreiben. Bewirtschaftet werden 80 Hektar Land, jeweils zur Hälfte Ackerbau und Grünland. Der Anbau von Lein sei eine Besonderheit. „Daraus produzieren wir das Leinöl und das Leindotteröl“, erklärt der Landwirtschaftsmeister. 80 Mastbullen werden derzeit gehalten. Angekauft werden die Tiere im Alter von acht Monaten, nach weiteren sechs bis acht Monaten werden sie geschlachtet. Das Fleisch werde über den Hofladen direkt verkauft, sowie über die rebio Erzeugergemeinschaft. Gefüttert werden die Tiere nur mit Kleegras, Heu und Silage. Die Rinder können jederzeit vom Stall auf die Weide, erklärt Frey. Die Besucher sind erstaunt, wie ruhig es im Rinderstall ist. „Daran sehe man, dass sich die Tiere wohlfühlen“, meinte eine Frau. Im Schweinestall nebenan, wo sich rund 200 Tiere aufhalten, geht es gesittet zu. Auch hier haben die Tiere einen ganzjährig offenen Zugang ins Freie. Die Schweine sind sehr reinlich, erklärte Frey den Besuchern die Aufteilung der Buchten. „Wir haben keine Spaltenboden, daher gibt es auch nicht so viel Gestank hier“, erklärt Lorenz Frey. „Wir haben hier im Aussiedlerstall praktisch eine gläserne Produktion, bei uns kann man alles anschauen“, bestätigt Frey die offene Stallhaltung. Das Futter, das alle Tiere bekommen, stammt aus eigenem Anbau. Darunter ist auch der gehaltvolle „Leinkuchen“, der als Abfallprodukt bei der Herstellung des kalt gepressten Leinöls entsteht. Der Kindergarten Dürrenmettstetten gratulierte dem Biohof Frey anschließend in der Gemeindehalle mit zwei herbstlichen Liedern und einer lustigen „tierischen“ Darstellung, wie es auf dem Bauernhof zugehen kann. Im Eingangsbereich konnten sich die Gäste mit den hofeigenen Produkten entsprechend eindecken. |
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| Text und Bilder: Elke Huß |