Öffentliche Ortschaftsratssitzung / 4. September 2019
| Ein volles Programm bewältigte der neue Ortschaftsrat in seiner ersten Sitzung. Ortsvorsteher Siegfried Dölker begann mit einem Außentermin an der Gemeindehalle. Der dortige Anbau für die Feuerwehr und den Bauhof ist fast fertig gestellt, nur noch wenige Arbeiten wie Außenanstrich und Pflasterarbeiten stehen an. Dölker übergab an Kommandant Daniel Kirschbaum und Fronmeister Wolfgang Weigold die Schlüssel für das funkgesteuerte Tor mit eingebauter Tür. Zukünftig untergestellt werden soll der Schlauchwagen sowie der Mannschaftstransportwagen (MTW) und seitens des Bauhofs die Schneefräse, Sitzbänke und der Aufsitzmäher zum Überwintern. Ortschaftsrat Markus Steinwand regte an, vorab eine Bodenbeschichtung auf den Betonboden aufzubringen. Verschiedene Pflegemaßnahmen rund um den Anbau und auf der Hinterseite sind dringend notwendig, gab der Ortsvorsteher den neuen Räten mit auf den Weg, bevor im Herbst der Anbau bezogen wird. In einem Arbeitseinsatz werden die Räte die Grenzsteine, die vor dem Turm lagern, anderweitig umlagern. Der ebenfalls dort liegende Humus soll auf dem Zimmerplatz aufgebracht werden, da der ehemalige Altglascontainer-Standort nur geschottert ist. Der Fronmeister wird dann die Fläche einsäen. Das Gelände des Spielplatzes „Am Stättle“ wurde ebenfalls besichtigt. Hier werden die Räte ein Projekt starten, das eine Neubepflanzung, Sanierung der Florianshütte und eine Ausweisung von Parkplätzen beinhalten soll. Ortschaftsrätin Mirjam Kirschbaum verwies darauf, dass dieser Aussichtsplatz „der meist frequentierte Platz nach dem Turm sei und ansprechender gestaltet werden sollte. Auch sei die Parksituation am Straßenrand durch die zahlreichen Besucher sehr gefährlich. Der aufgeschüttete Splitt auf dem Friedhofsparkplatz wird weggeräumt. Schöner sei der Platz vor der Leichenhalle nach der ehrenamtlichen Reinigung eines Bürgers geworden. Die Anschaffung von Sitzkissen wäre angebracht, waren sich die Räte einig. Der Edelsplitt unterhalb des Friedhofs soll anderweitig aufbewahrt werden. Besser seien Behälter, damit es ordentlicher aussähe, so die Meinung des Gremiums. Der Hintereingang der Leichenhalle müsste sauber gemacht werden, damit das Regenwasser besser abfließen und nicht mehr in die Halle reinfließen kann. Weiter ging es im Bürgersaal mit einer Abstimmung zur Weiterführung der Haushaltsanmeldungen. Siegfried Dölker informierte die neuen Räte über die schon teilweise im Juni festgelegten Anmeldungen. Ortschaftsrat Theo Trick sah dabei den mit 50000 Euro angesetzten Punkt „Ausbau Feuerwehr Gerätehaus“ als sehr wichtig an. Der neue Ortschaftsrat stimmte einstimmig der Aufnahme zu. Die Sitzungsprotokolle werden künftig von Mirjam Kirschbaum erstellt. Die Pflege von Wegen und Gehölzen übernehmen Annika Huß und Theo Trick, die als Ansprechpartner für die Bevölkerung zuständig sind. Damit soll eine bessere Betreuung der Wirtschaftswege und die Verkehrssicherheit gewährleistet sein. Die beiden Räte werden notwendige Aufträge direkt an Dienstleister vergeben und darüber dem Ortschaftsrat einen jährlichen Bericht abgeben. Den Einstieg in die Digitalisierung der Ortsverwaltung startet der Ortsvorsteher mit der Anschaffung technischer Geräte zur kabellosen Übertragung auf einen Wandbildschirm, dem das Gremium einstimmig zustimmte. Die festgelegte Klausel im Pachtvertrag mit dem Schotterwerk Kaltenbach sei äußerst weitsichtig von seinen Vorgängern beschlossen worden, lobte Dölker. Das derzeitige Guthaben von Schotter und Maschineneinsatz wolle man entsprechend ausschöpfen, war die Meinung des Gremiums. Der kostenlosen Überlassung der Gemeindehalle für einen Vortrag von Michael Kässer über seine Arbeit als Buschpilot in Madagaskar stimmte der Ortschaftsrat zu. Der Erlös der Veranstaltung, die am 23. November stattfindet, werde gespendet. Der Schwerlastverkehr auf der K5514 Richtung Oberiflingen müsse in der Geschwindigkeit gedrosselt werden, regte Markus Steinwand an. Die Situation auf der schmalen Kreisstraße, besonders bei Gegenverkehr und mit einem „ausgefransten“ Bankett, sei zu gefährlich, gab er zu bedenken. „Wir können für die Kreisstraße die Punkte nur aufnehmen“, gab Dölker zur Auskunft. Ortschaftsrat Reinhard Kießling meinte, dass hier entschiedener vorgegangen werden müsste, sonst habe man keine Chance, dass die Straße gerichtet werde. |
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| Text und Bilder: Elke Huß |