Ortschaftsratssitzung / 8. Mai 2019
| Das angekündigte Thema „Überlassung der Schulküche für den Jugendclub“ musste Ortsvorsteher Robert Trautwein kurzfristig von der Tagesordnung nehmen. Die vorhergehende geplante Nachbarschaftsinformation habe nicht stattfinden können, daher mache eine Beschlussfassung wenig Sinn, so der Ortsvorsteher. Nun werde sich wohl das neue Gremium nach der konstituierenden Sitzung im Juli mit der Aufgabe befassen müssen, vermutet er. Der Rat einigte sich in der Sitzung auf die vorläufige Entscheidung, unter Beachtung der Hausordnung den Raum für die Jugendlichen mit Vorbehalt zur Verfügung zu stellen. Dies solle als „Bewährungsprobe“ angesehen werden. Theo Trick erachtete es als wichtig, dass in dem Zeitraum von acht bis zehn Wochen beide Parteien, Nachbarn und Jugendliche, miteinander Kontakt aufnehmen können. So gebe man den Jugendlichen die Möglichkeit, die Schulküche als Jugendraum zu nutzen. Die Bereitschaft, sich an die Hausordnung zu halten, haben die Jungen und Mädchen gezeigt, so Trautwein. Der Ortschaftsrat stimmte dieser vorläufigen Entscheidung einstimmig zu. Ein zweiter Antrag zum gleichen Sachverhalt, der Erdauffüllung auf verschiedenen landwirtschaftlichen Grundstücken, sei noch am Sitzungstag eingegangen, informierte Trautwein. Die Genehmigung über solche Bauangelegenheiten erteile das Landratsamt. Für die Ortschaft als Feldweg- und Straßenanlieger müsse das Gremium eine Entscheidung treffen. Der erste Antrag stammt von der Firma Gfrörer, Schotterwerk, aus Empfingen. Sie möchte Humus, der von den Abgrabungen aus Glatt/Neckarhausen stammt, zur Bodenverbesserung rund zehn bis zwanzig Zentimeter hoch auf mehreren Flächen ausbringen. Der Ausführungszeitraum soll von Mai bis Ende des Jahres sein. Ortschaftsrat Siegfried Dölker nahm als befangenes Ratsmitglied im Saal Platz. Die Firma Kaltenbach stellte den zweiten Antrag, 18 landwirtschaftliche Flächen mit Material aus der Steinbruch-Erweiterung jeweils bis zu 50 Zentimeter hoch aufzufüllen. Der Ausführungstermin soll nach Absprache gesetzt werden. Stadtrat Martin Frey war bei dieser Abstimmung befangen. Theo Trick gab zu bedenken, dass die Auffüllungen an den Feldwegen nicht zu hoch sein dürfen, da sonst das Wasser nicht abfließen könne. Beide Anträge wurde einstimmig beschlossen. Bekannt geben konnte Trautwein die aktuellen Nitratwerte der beiden Engerstalquellen. Beide weisen einen Wert von 42 Milligramm pro Liter auf. Dies sei eine erfreuliche Entwicklung, da vor rund zwei Jahren der Wasserschutz aufgehoben wurde und die Werte trotzdem nicht gestiegen seien. Stadtrat Martin Frey sah dies nicht so, der Wert sei trotz allem sehr hoch. Ratskollege Tim Huß gab zu bedenken, dass der letzte Sommer sehr trocken gewesen sei und regte an, die Werte nach einiger Zeit nochmals zu überprüfen, dem Trautwein zustimmte. Theo Trick stellte klar, dass sich die Landwirte zehn Jahre „extrem angestrengt“ haben, damit der Nitratwert nicht steige, er hätte einen höheren Wert erwartet. Der Ortsvorsteher ist der Meinung, dass die restlichen drei Bauplätze im Tiergarten ebenfalls noch verkauft würden. Erst kürzlich habe er eine diesbezügliche Anfrage eines Interessenten erhalten. Der ihm vorliegende Kindergartenbedarfsplan sage aus, dass von 14 Kindern sechs eingeschult werden. Demnächst bauen wolle eine junge Familie mit zwei Kindern, weiterhin soll ein zweijähriges Kind in den Kindergarten aufgenommen werden. Dies bedeute, dass für den Kindergarten keine Veränderungen vorgesehen seien. |
| Text: Elke Huß |