Außerordentliche Hauptversammlung MGV Eintracht / 6. April 2019

Die außerordentliche Mitgliederversammlung des Männergesangvereins „Eintracht“ brachte folgendes Ergebnis: Klaus Haizmann wurde zum Vorstandsstellvertreter gewählt, der Posten des Vorstandes blieb wiederum unbesetzt. Die 34 anwesenden Mitglieder beschlossen eine Weiterführung des Vereins auf „Sparflamme“.
Martin Huß leitete die außerordentliche Versammlung, da in der ordentlichen Hauptversammlung vor sechs Wochen kein Nachfolger für ihn gefunden werden konnte. Er berichtete, dass das Gremium nochmals intern zusammengekommen war, um eine Lösung des seit 123 Jahren existierenden Vereins zu finden. „Es sind Singwillige da“, betonte Huß nachdrücklich. Ebenso gebe es die einhellige Meinung des Gremiums, den Verein auf „Sparflamme“ weiterzuführen, um die Auflösung zu verhindern. Dass dies nicht die ideale Lösung für die Zukunft ist, sei dem Team bekannt.
Ortsvorsteher Robert Trautwein übernahm den Tagesordnungspunkt Wahlen. Für den Vorstandsposten meldete sich niemand aus der Versammlung heraus. Vorschläge wurden keine genannt. In geheimer Wahl wurde Klaus Haizmann einstimmig zum Vorstandsstellvertreter gewählt. Für sein Amt als Beisitzer, das er erst vor sechs Wochen übernommen hatte, stellte sich Siegfried Dölker zur Verfügung und wurde ebenfalls einstimmig gewählt.
Drei mögliche Beschlussvorschläge, auf welche Art und Weise der Verein weitergeführt werden soll, stellte Martin Huß anschließend vor. Vorschlag Eins sieht vor, dass ein Ausschussmitglied den Verein rechtlich vertritt, die Mitgliedsbeiträge ausgesetzt werden und es grundsätzlich keine Auftritte geben werde. Zu Singstunden wollen sich die Sänger jedoch weiterhin regelmäßig treffen. Vorschlag Zwei hätte den gleichen Inhalt, allerdings mit einer Vereins-Ruhezeit von fünf Jahre. Bei Vorschlag Drei hätten die Mitglieder die Auflösung des Vereins beschlossen, mit der notwendigen Regelung zur Liquidation. In geheimer Wahl entschieden sich 32 Mitglieder für Vorschlag Eins, ein Mitglied für Vorschlag Zwei, ein Mitglied enthielt sich.
Trautwein betonte anschließend, dass er erfreut über dieses Ergebnis sei, denn die Auflösung des Vereins hätte einen kulturellen Verlust für den Ort bedeutet. Martin Huß berichtete, dass er im vergangenen Jahr einige emotionale Momente bei Veranstaltungen erlebt habe, an denen erkenntlich geworden sei, dass die Sänger echte Freude am Singen haben. Er hoffe, dass die Eintracht nun in „ein ruhigeres Fahrwasser komme“ und da er „anscheinend die letzte Nagelprobe nicht bestanden habe“, reiche er hiermit „symbolisch zur Versöhnung die Hand“.
Siegfried Dölker ist neuer Beisitzer vom Männergesangverein Eintracht, während Klaus Haizmann das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden übernommen hat (von links).
 
Text und Bild: Elke Huß