Öffentliche Ortschaftsratssitzung / 3. April 2019
| Mit dem Tagesordnungspunkt „Standortgewinnung für eine Funkantenne D1 der Telekom“ beschäftigte sich der Ortschaftsrat in der jüngsten öffentlichen Sitzung. Trotz vorausgegangener Informationsveranstaltung zu diesem Thema Anfang März waren keine Zuhörer bei der Sitzung anwesend. Das Gremium begrüße die Optimierung der zukunftsweisenden Technologie durch die Telekom mit einer Funkversorgung im D1-Netz. Dennoch appelliere der Rat an potenzielle Gebäudeeigentümer, sich der Errichtung einer Antennenanlage gegenüber aufgeschlossen zu zeigen, führte Ortsvorsteher Robert Trautwein aus. Dieser hatte einen Auszug von der Telekom angefordert, auf dem ersichtlich ist, in welchem Radius die Aufstellung einer Funkantenne sinnvoll ist. Ein Kriterium wäre jedoch auch die Gebäudestatik, so Trautwein. Ein landwirtschaftliches Gebäude sei dahingehend besser geeignet, als ein Einfamilienhaus. Reinhard Kießling fragte nach, ob es Interessenten gäbe. Karl Wössner forderte die Öffentlichkeitmachung des Auszugs, damit sich weitere Einwohner melden können. Markus Lehmann machte deutlich, dass dieses Thema absolute Priorität habe. Seiner Meinung nach wären die Gebäude Rathaus oder Kirche am passendsten, allerdings akzeptiere er das „Nein“ der Kirche. Theo Trick würde nochmals nachfragen, ob das Rathaus nicht doch eine mögliche Variante wäre. Stadtbaumeister Reiner Wössner gab die Auskunft, dass sichtbare Antennen auf denkmalgeschützten Gebäuden nicht erlaubt sind, unsichtbare dagegen schon. Mit sechs Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen wurde der Beschluss zur Weiterführung der Funkversorgung gefasst. Der Einrichtung eines Jugendtreffs in der Schulküche der ehemaligen Grundschule wurde vom Ortschaftsrat mit sieben Ja-Stimmen und einer Enthaltung abgesegnet. Der Jugendtreff wird vom Kinder- und Jugendbüro Sulz fachlich begleitet. Ebenso wird es eine Hausordnung geben und mit den angrenzenden Nachbarn soll Kontakt aufgenommen werden, um Vereinbarungen zu treffen. Er habe nochmals mit den Hiddehockern Gespräche geführt, berichtete Theo Trick, grundsätzlich hätten diese nichts gegen eine Benutzung der Räumlichkeiten durch die Jugendlichen. Stadtrat Martin Frey fragte nach einer Nutzungsdauer der Schulküche durch den Jugendtreff, falls die Stadt mit dem Gebäude irgendwann etwas anderes vorhabe. Ortsvorsteher Trautwein betonte, dass jederzeit die Möglichkeit bestehe, einzuschreiten, da die Schule ein öffentliches Gebäude ist. Ein Defibrillator der Björn-Steiger-Stiftung wird demnächst am Gebäude „ehemalige Wäsche“ angebracht. Dazu müsse noch ein Stromanschluss nach außen gelegt werden, informierte Trautwein. Das Gerät sei dann wetterfest in einem Kasten untergebracht und ist jederzeit griffbereit. In Kenntnis setzte der Ortsvorsteher das Gremium mit der Information über die „Rohstoffsicherung“. Für den Ort werde es keine Änderung geben, so Trautwein. Über dieses Thema werde im Ausschuss für Technik und Umwelt (ATU) demnächst beraten. |
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| In diesem Bereich könnten potenzielle Gebäudeeigentümer die Errichtung einer Funkantenne ermöglichen. |
| Text: Elke Huß Bild: Bereitstellung durch die Ortsverwaltung |