Öffentliche Ortschaftsratssitzung / 27. Februar 2019

Der Ortschaftsrat hatte die Schulküche für eine private Silvesterveranstaltung einigen Jugendlichen aus dem Ort zugesprochen. Da nun die Feier anders verlief wie gedacht, wurde zwischenzeitlich die Stadtjugendreferentin Gertrud Teller mit ins Boot geholt. Diese gab in der vergangenen Sitzung einen Überblick über ihre pädagogische Begleitung von Jugendtreffs.
Das Gespräch mit den Jugendlichen habe ihr gezeigt, dass die Jungen und Mädchen bereit sind, Verantwortung für die Gründung eines Jugendtreffs zu übernehmen. Die zu Sprecher ernannte Anna Dölker und Norman Dölker brachten eine entsprechende Bitte um die Überlassung den Ortschaftsräten vor. Sie seien kompromissbereit und wollen sich an vereinbarte Regeln halten, war der einhellige Tenor der Jugendlichen. Zwei Mädchen aus der Gruppe haben eine Pfadfinder-Jugendleiterausbildung.
In der Sitzung meldeten sich auch die Nachbarn zu Wort. Es sei ein schlechter Start gewesen, sie seien über diese Veranstaltung nicht vorab informiert worden. Jedoch haben sie keine Einwände gegen die Nutzung des Schulraumes für einen Jugendtreff, wenn die Jugendarbeit gut organisiert werde. Teller betonte, dass es nicht empfehlenswert ist, 14- bis 21jährige aus dem Ort zu verweisen, nur damit es zu keinen Lärmbelästigungen komme. Die Jugendlichen müssten die Verantwortung für ihr Tun erlernen und das sei nur möglich, wenn der Kontakt zur Gemeinschaft erhalten bleibe.
Markus Lehmann würde der Gruppe eine Chance geben und den Schulraum dafür als geeignet einschätzen. Karl Wössner befürchtet, dass es mit dem Standort, der neben dem Neubaugebiet liegt, Lärmprobleme geben könnte. Laut Meinung von Theo Trick könnten die Jugendlichen die Anforderungen bewältigen, wenn sie sich an die Regeln halten werden. Gut findet er es auch, dass sich die Gruppe „neutral“ halten wolle. Stadtrat Martin Frey jedoch versteht nicht, warum sich die Jugendlichen nicht bei den Hiddehockern integrieren wollen. Es ärgere ihn, dass man damals bei den Hiddehockern so viel Aufwand betrieben habe und jetzt solle man nochmals in etwas Neues investieren, schließlich sei „in der Hidde alles vorhanden“. Ratskollege Lehmann entgegnete, dass dies kein guter Ansatz sei, das so zu sehen, denn jeder habe das Recht, für sich selber zu entscheiden. Derselben Meinung war auch Gudrun Bühner. Ortsvorsteher Robert Trautwein bat die Stadtjugendreferentin um eine konkrete Vorlage, um darüber in einer nächsten Sitzung beraten zu können. Der Sportverein will seinen Geräteschuppen erweitern. Das entsprechende Baugesuch sei aus formalen Gründen unvollständig, jedoch ist die Grundlage vorhanden, erklärte Trautwein, deshalb könne man trotzdem über dieses Baugesuch entscheiden. Der hinzugewonnene Stauraum soll für Gerätschaften und Rasenmäher genutzt werden. Eine Nachgenehmigung zum Bau einer Garage neben dem schon genehmigten Wohnhaus im Rundblick lag dem Gremium ebenfalls vor. Das Garagendach soll ein begrüntes Flachdach werden. Beiden Baugesuchen wurde einvernehmlich zugestimmt.
Die Randstreifen im Hohacker und am Schwimmbadweg, sowie die Wiese beim Hiddehockerheim sollen als Blühwiesen angelegt werden. In Absprache mit dem Stadtgärtner sollen die Randflächen ausblühen und die Baumwiese umgepflügt werden. Dies sei als mehrjährige Aktion anzusehen, so Trautwein.
Die Auswertung der Geschwindigkeitstafeln brachten gute Ergebnisse, „wir liegen im Toleranzbereich und haben keine Brennpunkte“, stellte Trautwein fest. Die Bodenmarkierungen für die 30er-Zonen werden in nächster Zeit noch aufgebracht.
Das Kindergartenwegle soll demnächst besser ausgebaut werden. Der Aufruf von Ortsvorsteher Trautwein zur ehrenamtlichen Mithilfe bei den Arbeiten gilt in erster Linie den Bewohnern der Enslinstraße. Interessenten können sich bei ihm melden.
Die technischen Erläuterungen zur D1-Funkversorgung im Ort gibt ein Telekommitarbeiter am 5. März um 19 Uhr im Sportheim, zu dem der Ortschaftsrat alle Bürger einlädt.
 
Text: Elke Huß