Hauptversammlung Männergesangverein "Eintracht" / 22. Februar 2019
| Der Männergesangverein „Eintracht“ befindet sich erneut in einer schweren Krise. Beide Vorstandsämter konnten in der Hauptversammlung nicht besetzt werden, somit scheint die Auflösung des Vereins unausweichlich. Ein Termin zur außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde von den Mitgliedern festgesetzt. Erst vor zwei Jahren gelang es buchstäblich in letzter Minute, das Ruder herum zu reißen, nachdem Martin Huß das vakante Amt des stellvertretenden Vorstandes besetzte. Der Verein wurde seither von einem Dreigestirn, bestehend aus Vorstandstellvertreter, Kassier Harald Surkur und Schriftführer Johannes Müßigmann geführt. Jürgen Wössner führte das Amt des Vorsitzenden nur kommissarisch aus und gab nun der Versammlung bekannt, dass er nicht mehr zur Wahl stehe. Bevor es zum Tagesordnungspunkt Wahlen überging, zählte der Schriftführer alle Aktionen aus dem abgelaufenen Vereinsjahr auf. Das Sonnenaufgangskonzert am Turm und das Konzert mit dem Schiedsrichterchor Zollernalb seien zwei „gelungene Feste der Extraklasse“ gewesen, schilderte Müßigmann. Mit 35 Singstunden, Auftritten bei Bibelabenden in Dettingen und Dürrenmettstetten, Geburtstagsständchen, Teilnahme am Weihnachtsgottesdienst, Ausflug und Jahresfeier sei „viel los gewesen“. Dies habe unter anderem für einen guten Kassenstand gesorgt, berichtete anschließend Kassier Harald Surkur. Dirigent Manfred Wössner lobte die Sänger für den guten Probenbesuch. Die Stimmbildung bei Musikpädagogin Ursula Riehm habe den Sängern viel gebracht. Nun könne man Neues anfangen oder das bisherig Erlernte weiter ausarbeiten. Er bedauerte, dass sich Hans Kirschbaum vom aktiven Singen als erster Tenor verabschiede. Ortsvorsteher Robert Trautweins Appell an die Mitglieder, sich für ein Weiterbestehen des Vereins einzusetzen, verhallte jedoch. Zuerst wurden Kassenprüfer Jürgen Kurtz und Karl Lehmann, die Notenwarte Bruno Ruoß und Ingo Herr, Schriftführer Johannes Müßigmann, sowie Beisitzer Walter Bippus in den Ämtern bestätigt. Klaus Haizmann wurde zum neuen Beisitzer berufen, nachdem Hermann Kirschbaum nicht mehr kandidierte. Dann jedoch stockte der Versammlungsverlauf, da für beide Positionen „Vorstand“ und „Stellvertreter“ kein Kandidat zur Verfügung stand. Die Mitglieder einigten sich nach längerer Diskussion auf eine außerordentliche Versammlung am 6. April, an der über die weitere Zukunft des 122 Jahre bestehenden Vereins entschieden werden soll. Die anstehenden Termine, dazu zählen beide Theateraufführungen im März, die Teilnahme an einem Bibelabend, sowie das Frühjahrssingen in Sigmarswangen würden eingehalten, kündigte Martin Huß an. Auch die Vereinsehrungen sollen an einem Liederabend im Herbst und die Württembergischen Chorverbandsehrungen am 27. Oktober in Rietheim stattfinden. |
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| Stimmenvertreter Ernst Jäkle (links) und Vorstand Jürgen Wössner (rechts) wurden von Martin Huß aus ihren Ämtern verabschiedet. |
| Text und Bilder: Elke Huß |