Öffentliche Ortschaftsratssitzung / 23. Januar 2019

Große Verwunderung unter den Ortschaftsräten herrschte angesichts der schriftlichen Aussage des Telekombeauftragten, dass der geplante Standort „Sportplatz“ für eine Funkantenne mit D1-Empfang überhaupt nicht geeignet ist. Die geplante Erörterung während der Sitzung zusammen mit den Experten sei kurzfristig wegen Krankheit abgesagt worden, teilte Ortsvorsteher Robert Trautwein mit. Eine Funkantenne könne nur in der Dorfmitte in Frage kommen, sei die Aussage des Fachmannes. Da aber die Kirche im Vorfeld den Einbau abgelehnt hat, das Rathaus aus denkmalschutzrechtlichen Gründen nicht in Frage komme, sei man auf Privatpersonen angewiesen, so der Ortsvorsteher. „Ein Gebäude in der Peripherie ums Rathaus wäre ideal“, so seine Hoffnung. Privatpersonen können sich vertraulich bei ihm melden.
Ortschaftsrat Theo Trick ist der Meinung, dass die Sachlage unbedingt durch einen Experten „sauber erklärt“ werden solle, denn wie man daraus ersehen könne, „hätten auch Profis unterschiedliche Meinungen“. Karl Wössner war sich nicht sicher, ob man im Ort überhaupt noch einen D1-Empfang brauche. „Wir haben das Thema so heftig diskutiert und nun soll es nicht wie das Hornberger Schießen ausgehen“, unterstrich er seine Meinung, dass viele Dürrenmettstetter Bürger auf andere Netze ausgewichen seien. Trautwein forderte dennoch eine fachmännische Aufklärung.
Dem Antrag eines Bürgers auf zweimalige Querung der Straße „Am Rundblick“ aus Gründen einer Erweiterung von Nahwärmeversorgung stimmten die Räte einstimmig zu. Mit seiner Hausanlage will der Bürger zwei weitere Wohnhäuser mit Nahwärme versorgen.
Für die Kommunal- und Europawahl werden immer noch Wahlhelfer benötigt, die sich beim Ortsvorsteher melden können. Für eine Wahl-Informationsveranstaltung wurde der Termin 8. März, um 20 Uhr, im Sportheim festgelegt. Ortschaftsrat Karl Wössner würde sich eine Kreistagswahlveranstaltung im Ort wünschen. Bei dieser Gelegenheit könne auf die schlechte Straßensituation hingewiesen werden.
Nicht so abgelaufen wie gedacht, sei die Silvesterveranstaltung von einigen Jugendlichen aus dem Ort. Die Überlassung der Schulküche für die Feier wurde vom Ortschaftsrat nur mit der Auflage einer Aufsicht bewilligt. Nach der Feier seien mündliche und schriftliche Beschwerden beim Ortsvorsteher eingegangen. Dieser habe mit den Betroffenen Gespräche geführt. „Wir nehmen die Sache ernst“ so Trautwein, der eine Aufarbeitung des Vorfalls zusammen mit der Jugendreferentin Gertrud Teller verlangt.
Stellung nahm der Ortsvorsteher zum Vorwurf des Hiddehocker-Vereins, dass deren Anfrage auf Fördermöglichkeiten zum Hebeanlageneinbau keine Resonanz bekommen habe. Er habe diesen Antrag an die Stadt weitergeleitet und als Auskunft bekommen, dass nur 10 Prozent als Zuschuss möglich seien. Diese Information weiterzugeben, habe er versäumt, was ihm leidtue. Er habe die Stadt gebeten, den 160 Euro-Zuschussbetrag dem Verein zu überweisen. Karl Wössner wies darauf hin, dass vom Verein kein Antrag auf Bezuschussung aus dem Ortsbudget eingegangen sei.
 
Text: Elke Huß