Ehrenamtliche Arbeit im Ortsarchiv / 13. Dezember 2017
| Zeit scheint für die ehrenamtlich Tätigen im Dürrenmettstetter Archivraum kein Thema zu sein. Nicht nur die Wanduhr ist - sprichwörtlich - stehen geblieben, sondern die fleißigen Helfer Sigrid Steinwand, Hilde Kreidler, Elisabeth Huß und Bernd Ade haben schon gute 600 Stunden damit verbracht, die teils über zweihundert Jahre alten Dokumente genauestens zu archivieren. Im früheren Sitzungssaal des Rathauses und jetzigem Archivraum steht der Computer, in dem die Dokumente akribisch mittels eines speziellen Programmes erfasst werden und an den Wänden reihen sich n Regalen die Aktenbündel. Auf dem Tisch in der Mitte des Raumes liegen die alten Schriften verteilt und werden gesichtet. Vieles muss regelrecht abgesaugt und so vom Schmutz befreit werden. „Beim Einmarsch hätten die Franzosen alles in den Dreck geworfen“, kann Sigrid Steinwand von Überlieferungen berichten, „manches Mal sieht man noch einen Schuhabdruck auf dem Papier“. Mit dem Inhalt der Sachbücher könnten sie sich gar nicht richtig befassen, so riesig sei die Menge, die es zu sortieren gelte, so Bernd Ade. Aber manches Mal sei es doch spannend, was in der alten Sütterlinschrift aufgeschrieben wurde. Da könne dann oft Hilde Kreidler bei der Entzifferung aushelfen, sagt Sigrid Steinwand. Einmal pro Woche treffen sich die Ehrenamtlichen im Rathaus, dann wird rund drei Stunden lang sortiert und erfasst. Grund genug für Ortsvorsteher Robert Trautwein, der zusammen mit ein paar Ortschaftsräten Einblick in die Archivarbeit nahm, den Helfern zu danken. Jedem überreichte er eine Flasche Sulzer Sekt samt Sulzer Pralinen. Seine Hoffnung sei, dass das Team noch lange an der Archivierung der Dürrenmettstetter Dokumente dran bleiben könne. |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Text und Bilder: Elke Huß |