Öffentliche Ortschaftsratssitzung / 25. Oktober 2017

Der Antrag auf ELR-Zuschuss zum Bau des Dorfgemeinschaftshauses ist abgeschickt, Landrat Wolf-Rüdiger Michel wird das geplante Dürrenmettstetter Zukunftsprojekt am 2. November um 10 Uhr vor Ort begutachten. Diese positive Nachricht teilte Ortsvorsteher Robert Trautwein den Räten in der jüngsten Sitzung mit. Die Entscheidung über einen Zuschuss werde nächstes Jahr im März fallen. „Wir werden aber jetzt schon mit den Ausschreibungen für den Abbruch der Gebäude beginnen“, so Trautwein. Allerdings gäbe es noch zwei „starke Konkurrenten“ mehr beim Zuschussverfahren: Der geplante Hallenneubau in Vöhringen und in Villingendorf. Positiv auswirken könne sich für den Ort aber durchaus die starke Bürgerbeteiligung am Projekt, der Anschluss an die Nahwärmeversorgung der Gebrüder Dölker und das Konzept „Jung und Alt“ im künftigen Gemeinschaftshaus.
Die Gebäude Eberhardhaus und Farrenstall seien aus Sicht der Vertreter vom Denkmalschutz nicht erhaltungswürdig und können daher abgerissen werden. Die Stürze an den Türen werden jedoch ausgebaut und aufbewahrt, konnte Trautwein berichten.
Die Unterbringung der städtischen Gerätschaften des Fronmeisters ist noch nicht abschließend geklärt. Nach Abbruch des ehemaligen Sparkassengebäudes könnte auf diesem Platz ein Lagergebäude in der Größe von sechs auf neun Meter entstehen. Diese vom Bauamt favorisierte Variante fand nicht bei allen Räten Zustimmung. Weiter sollen auch auf diesem Platz Parkplätze entstehen. Nach kurzer Diskussion waren sie sich einig, dass vom Bauamt ein neuer Vorschlag mit der Variante „Gebäude an der Gemeindehalle“ ausgearbeitet werden solle.
Der Ortsvorsteher will Landrat Michel am Besuchstag im November einen Brief übergeben, in dem er die Straßenzustände nach Hopfau, Dettingen und Oberiflingen schildert. Über die derzeitige Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h auf der Kreisstraße nach Dettingen, die als Umleitungsstrecke ausgewiesen ist, regte sich Ortschaftsrat Karl Wössner auf. „Das ist unmöglich, sollen wir die nächsten fünf Jahre nur noch mit dieser Geschwindigkeit da runter fahren. Durch die aufgestellten Verkehrsschilder kommen kaum noch zwei Lastwägen aneinander vorbei“ war er empört, „Geld für einen Straßenbau muss doch vorhanden sein“, vermutet Wössner. Er sieht das größte Problem darin, dass der Ort Dürrenmettstetten überall an der Kreisgrenze liege und deshalb die Behörden nicht zuständig sein wollen. Stadtrat Martin Frey pflichtete ihm bei.
 
Die Tempo-30-Zonen werden demnächst im Ort ausgeschildert, gab Ortsvorsteher Robert Trautwein in der letzten Sitzung bekannt. Dem Vorschlag des Gremiums, die Straßen „Hölderle“ und die Stichstraße bei der Hopfauerstraße zum Haus Ade aus der Verkehrsberuhigung heraus zu nehmen, wurde entsprochen.
Die Geschwindigkeitsmessungen Anfang September zeigten gute Ergebnisse, kaum einer fuhr zu schnell in den Ort rein. „Ein vorbildliches Verhalten der Verkehrsteilnehmer“, freute sich der Ortsvorsteher. Die Aufräumarbeiten auf dem Platz beim Kindergarten, auf dem zahlreiche ausgediente Fahrzeuge abgestellt sind, werden demnächst weitergehen, informierte er weiter. Der Besitzer, den man wiederholt auf den desolaten Zustand aufmerksam gemacht hat, sei derzeit noch auf einer Tour durch Norddeutschland und wolle sich nach seiner Rückkehr darum kümmern.
Die Orts-Archivare sind weiterhin fleißig an der Arbeit. Trautwein möchte, eventuell zusammen mit Kreisarchivar Armin Braun, den ehrenamtlichen Helfern einen Besuch abstatten, um sich den Stand der Dinge zeigen zu lassen.
Die Arbeiten für die Installation der Webcam am Aussichtsturm sind in vollem Gange. Viel Eigenarbeit werde dabei eingebracht, stellte der Ortsvorsteher fest und bedankte sich beim anwesenden Albrecht Ziegler, der tatkräftig die Arbeiten unterstütze. Zwei Kameras würden nächste Woche am Turm befestigt werden.
Ortschaftsrat Markus Lehmann regte an, einen Unterstand bei der Lindenschule aufzustellen, damit die Schüler bei Regen besser geschützt wären. Ebenso müsste es einen Weg zu den Urnengräbern geben, meinte Lehmann. Hierzu seien 5000 Euro im Haushalt eingestellt worden, konnte Trautwein zusichern. Das Dach des Wasserhäuschens im Engerstal sei stark vermoost, dort wäre eine Dacherneuerung angebracht, empfahl Ratskollege Tim Huß. Dies sei ebenfalls eine Unterhaltungsmaßnahme im Haushalt, teilte Trautwein mit.
 
Text: Elke Huß