Herbstfest auf dem Biohof Frey / 3.10.2017

Das Herbstfest auf dem Biolandhof Frey lockte wiederum zahlreiche Besucher nach Dürrenmettstetten. Ganztägig geöffnet hatte auch der Hofladen und um die Mittagszeit herrschte großer Andrang. Für die Kleinen gab es eine Hüpfburg und Ponyreiten.
In Scharen strömten die Hoffestbesucher, Einheimische wie Auswärtige, zum Mittagessen auf den Biohof. Das deftige Sauerkraut gabs in vielen Variationen, zusammen mit ofenfrischem Bauernbrot, was die Gäste zu schätzen wussten. Im Hofladen waren die Regale gefüllt mit Produkten aus eigenem und aus regionalem Anbau, und die Besucher konnten nach Herzenslust einkaufen.
Pünktlich um 14.30 Uhr nahm Landwirtschaftsmeister und Hofinhaber Lorenz Frey eine Gruppe Interessierter mit zu einem Rundgang zum Aussiedlerstall, der rund zwei Kilometer nordöstlich außerhalb des Ortes liegt. Im 2003 erbauten Rinderstall betreiben die Freys eine reine Mutterkuhhaltung. Das Kalb bleibt neun Monate bei der Mutter und wird von ihr solange mit Milch versorgt. Ab Mai können die Rinder selbstständig auf die angrenzenden Weiden raus laufen. Mit dabei ist immer der Deckbulle „Bruno“, genetisch bedingt ohne Hörner, der sich um die 25 Kühe „kümmert“, erklärt Lorenz Frey. Gehalten werden Angus-, Charolais- und Limousin-Rinderrassen, die nach 20 Monaten Aufzucht geschlachtet und an regionale Metzgereien verkauft würden. Rund zehn Rinder im Jahr werden im Hofladen vermarktet.
Zurzeit sind 200 Schweine im 2014 erbauten Schweinestall untergebracht. „Hier können die Tiere ähnlich wie in der Natur aufwachsen“ beschreibt Lorenz Frey die Haltung in den Buchten. Im inneren Teil des Stalles, wo die Schweine schlafen, ist es warm, draußen können sie wühlen und abkoten. „Schweine sind sehr reinliche Tiere“ erklärt der Landwirtschaftsmeister den interessierten Besuchern. „Wir füttern mit hofeigenem Getreide, das sich die Schweine an der Fütterungsanlage selber mit Wasser mischen können – je nach Vorliebe“, erklärt Frey schmunzelnd. Angekauft würden die Ferkel von einem Biolandbetrieb, mit einem Gewicht von circa 25 Kilo. Bei der Schlachtung sind es dann rund 140 Kilo, so Frey. Die Mastzeit dauere für gewöhnlich doppelt so lange als bei der konventionellen Schweinemasthaltung. Dies schmecke man aber auch am Fleisch, ist der Biolandwirt überzeugt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Text und Bilder: Elke Huß