Projekt "Dorfgemeinschaftshaus" - Zusammenkunft im Sportheim

Der Antrag zur Aufnahme ins Förderprogramm Entwicklung Ländlicher Raum (ELR) für das Dorfgemeinschaftshaus muss bis Ende Oktober gestellt werden. Mehr denn je ist hierzu bürgerschaftliches Engagement gefragt.
Über den derzeitigen Entwicklungsstand dieses Zukunftprojektes berichtete Ortsvorsteher Robert Trautwein bei der Zusammenkunft im Sportheim, an der knapp dreißig Bürger teilnahmen. „Sehr wohlwollend“ hätten sich der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, sowie Landtagsabgeordneter Stefan Teufel anlässlich eines Besuches einer Delegation bestehend aus Robert Trautwein, Siegfried Dölker, Hartmut Walter und Bauträger Dieter Kopp, über die Pläne zur attraktiveren Dorfmitte geäußert. „Die Entscheidung, ob unser Programm die Förderung bekommt, fällt im Februar nächsten Jahres“, gab der Ortsvorsteher bekannt. „Dann könnte ein Zuschuss von 400.000 Euro drin sein. Im Haushalt sind 800.000 Euro fürs nächste Jahr schon eingestellt“, informierte er weiter. Der Abbruch der Gebäude „Farrenstall“, „Eberhard-Haus“ und dem ehemaligen Kreissparkassenhaus sollen im nächsten Jahr angegangen werden.
Für die Erstellung eines Betriebskonzeptes, das dem Antrag beigelegt werden muss, sei bürgerschaftliches Engagement zwingend gefragt, richtete der Ortsvorsteher seine Bitte an alle Besucher. Riesig gefreut habe er sich über die bereits bestätigte Bereitschaft von Michaela Roggenstein, Jenny Rosner und Carmen Jurczyk, die neben ihm und Siegfried Dölker im ehrenamtlichen Team mitwirken werden. „Gerne würde ich jedoch heute Abend die Anzahl der Teilnehmer verdoppeln“, hoffte Trautwein. Interessierte könnten jedoch auch noch später der Interessengemeinschaft beitreten.
Das Gremium werde den Betrieb des Dorfgemeinschaftshauses sowie des Verkaufsraumes verwalten, erläuterte der Ortsvorsteher die ehrenamtlichen Aufgaben. An Ideenreichtum seitens der Besprechungsteilnehmer mangelte es nicht. Vorgeschlagen wurde: Mai-Hockete, private Geburtstagsfeier, Spieleabend, Lesungen, Vortragsabende, Stammtischtreffen und gemeinsames Silvesterfeiern. Der barrierefreie Zugang sei ein weiterer positiver Aspekt des neuen Dorfmittelpunktes, auch hinsichtlich des Trauerkaffees nach einer Bestattung. Für den Verkaufsraum solle es unterschiedliche Angebote geben. Zu bestimmten Wochentagen könnten dann abwechselnd Metzger, Bäcker oder andere Verkäufer ihre Waren anbieten.
„Auf der Dorfgemeinschaft muss das Hauptaugenmerk liegen“, brachte es Volker Müller auf den Punkt, „hinsichtlich dessen muss man die Sache mit Leben füllen“. Siegfried Dölker erhofft sich für das Dorfgemeinschaftshaus „eine Kommunikationsfläche für alle, und zwar für Jung und Alt.“
Nach einer ausgiebigen Diskussion konnte Ortsvorsteher Trautwein das bisher fünfköpfige Team um weitere neun Personen aufstocken: Michael Trautwein, Albrecht Ziegler, Sandra Huß, Daniela Steiner, Volker Müller, Reinhard Kießling, Anne Ade, Albert Dietrich und Elke Huß (Öffentlichkeitsarbeit). „Hiermit setzen wir ein klares Zeichen nach außen, dass wir mit dem Zustandekommen eines großen ehrenamtlichen Teams die dörfliche Gemeinschaft stärken können“, stellte Trautwein abschließend hoch erfreut fest.
Bisher sind es vierzehn ehrenamtliche Teilnehmer, die den Betrieb des neuen Dorfgemeinschaftshauses verwalten werden. Siegfried Dölker (links) und Robert Trautwein (hinten rechts) freuen sich über das Engagement.
 
Text und Bild: Elke Huß