Ferienspaß: Frühstück bei den Wasserbüffeln / 2.9.2017
| Recht früh aufstehen mussten die Ferienspaß-Kinder, damit die vielen Wasserbüffel und -Kälbchen im Stall von Markus und Tatjana Steinwand ihr Futter bekamen. Aber nach einem leckeren Frühstück durfte jeder sich seinen eigenen Käse herstellen. Mancher von den 18 Kindern kann ein Gähnen nicht unterdrücken, doch es hilft nichts, „die Tiere bekommen zuallererst etwas zu fressen, bevor wir frühstücken können“ sagt Tatjana Steinwand schmunzelnd. Doch kaum hat Markus Steinwand erklärt, wie das Heu zu den Tieren geschoben werden muss, springen die ersten auch schon los – und die wartenden Büffel können es sich schmecken lassen. In zwei Gruppen aufgeteilt geht es anschließend mit Stefan Steinwand in den Melkstand. Dort schauen die Jungs und Mädchen interessiert zu, wie er die Melkanlage an das Euter der Mutterkühe anschließt. Die Kühe kennen den täglichen Melkprozess bestens und laufen selbstständig gemächlich in den Melkstand. Eine digitale Anzeige an jeder Absauganlage informiert den Melker über den Milchfluss und die Menge der abgesaugten Milch, die zum Abkühlen direkt in einen großen Tank gepumpt wird. Draußen warten die Büffelkälbchen schon sehnsüchtig auf ihre Mahlzeit – das ist der „Kälberchor“ wie Markus Steinwand lachend meint - und die Vier- bis Zwölfjährigen bringen eifrig mit dem „Milchtaxi“ jedem einen Eimer Milch, der in Minutenschnelle leergesaugt wird. Jedes Kälbchen wird ausgiebig gekrault und gestreichelt. Lustig ist es wenn das Kalb an den Fingern saugt, „ihr braucht keine Angst haben, die haben noch nicht alle Zähne“, ruft Tatjana Steinwand lachend. „Habt ihr schon die blaurote Zunge bei den Büffelkälbchen gesehen? Die wird dann immer dunkler, je älter der Büffel wird“, erklärt sie. Und dann endlich, gibt’s auch für die Kinder Frühstück, das Marion Pfau im Besucherraum schon hergerichtet hat. Der Clou ist, dass die eben gemolkene Milch nun als leckeres Schokogetränk getrunken werden kann. Die Kinder lassen sich auch Müsli, Laugenstange, Marmelade, Wurst und Obst schmecken. Durch die frische Luft ist nun auch wirklich jeder wach geworden und die Zeit ist wie im Flug vergangen. Nachdem auch die Brüder Markus und Stefan Steinwand gefrühstückt haben, steht nun der Käserei nichts mehr im Weg. „Alle waschen sich die Händen und setzen den „Käsehut“ (ein weißes Schutzhäubchen) auf“, ruft Markus Steinwand und bald scharen sich alle um den großen Kessel, in dem er die frische Büffelmilch schon vorbereitet hat. „Für die Herstellung von Käse braucht man Lab“, erklärt der Landwirt den Kindern. „So kann die Milch länger „aufbewahrt“ werden“. Alle schauen interessiert zu, wie er mit der „Käseharfe“ die Milch immer wieder zerschneidet. „Und jetzt fleißig rühren, damit sich die Molke aus den Milchstückchen presst und ihr einen schönen Weichkäse bekommt“ zeigt er den gespannten Kindern. Ganz klar, dass jeder mal rühren will. Dann ist es soweit: Mit einer Schöpfkanne füllen die Ferienspaß-Kinder den frischen Käse in Förmchen ab, die Molke fließt unten wieder heraus und wird aufgefangen. Danach wendet Markus Steinwand die Förmchen noch ein paar Mal, sodass sich der Weichkäse etwas verfestigt. „Probiert mal die Molke, die schmeckt ganz süß“ fordert Steinwand die Kinder auf. Zuerst zögernd, dann aber überzeugt, trinken die Kids gerne ihr Glas mit der süßen Molke leer. „Zuhause könnt ihr den Käse aufs Brot legen und entweder mit Marmelade oder ein bisschen Salz verfeinern“ gibt der Büffellandwirt noch als Tipp mit, bevor die ersten Eltern schon auf den Hof fahren, um ihre Kinder abzuholen. Der Vormittag ging viel zu schnell vorbei, doch als Erinnerung dürfte jeder einen Hauch von frischem Stallduft mit nach Hause gebracht haben. |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Text und Bilder: Elke Huß |