Öffentliche Ortschaftsratssitzung / 26.7.2017

Der im März gefasste Beschluss des Ortschaftsrats zur Beibehaltung der Engerstalquellen als Reservebrunnen wurde nun in der letzten Sitzung vor der Sommerpause nochmals revidiert. Nötig wurde dies durch eine Klarstellung der Behörden, dass ein Reservebrunnen mit Trinkwasser rechtlich nicht umsetzbar ist.
Ortsvorsteher Robert Trautwein erläuterte kurz die Gründe einer erneuten Beschlussfassung. Anfang Juli hat es ein Gespräch mit den Behördenvertreter der Landratsämter Freudenstadt und Rottweil, der Stadt Sulz, sowie mit Tim Huß, dem Geschäftsführer der IGWE, und ihm gegeben. Aufgrund eines „Missverständnisses oder Fehlinformation“ seitens des Landratsamtes Rottweil hat der Ortschaftsrat im März den Beschluss zur Beibehaltung eines Reservebrunnens mit Engerstal-Wasser gefasst. Es habe sich jedoch herausgestellt, dass dies rechtlich nicht möglich ist. Das Wasserwirtschaftsamt habe darauf hingewiesen, dass es dann auch zu Rückzahlungen von Fördergeldern für die neu gebaute Wasserversorgung „Reinau“ kommen könnte. Die Meinungen der Räte waren nach kurzer Diskussion weiterhin geteilt, die Abstimmung erbrachte drei Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen. Damit sei die Aufhebung der Reservebrunnen aus den Engerstalquellen beschlossen und dies habe zur Folge, dass dann auch die Wasserschutzgebiete entfallen, teilte der Ortsvorsteher abschließend mit.
Die Haushaltsanmeldungen für das Jahr 2017 müssten größtenteils auf das nächste Jahr verschoben werden, informierte Trautwein. Die Innerortsentwicklung wird allerdings weiter verfolgt. Ebenfalls in den Haushalt 2017 vorgemerkt sind 150000 Euro für die Aufdimensionierung des Kanals in der Enslinstraße. Bei einigen Einflüssen seien nun aber Baufehler entdeckt worden. Deshalb sollen dieses zuerst anderweitig behoben werden, bevor die „ganze Straße für viel Geld aufgerissen wird“, so Trautwein.
Bei einer Verkehrsschau sind die 30er Zonen in Dürrenmettstetten genehmigt worden. Allerdings müssen nun auch zwei neue Ortstafeln aufgestellt werden: Vom Steinbruch und vom Lohweg her kommend. Siegfried Dölker bestand auf der Klarstellung, dass die 30-Zonen im Ort nicht gewünscht wurden, sondern beschlossen wurden. Seiner Meinung nach seien diese Tempo-Begrenzungen unnötig.
Der Ortsvorsteher konnte bekannt geben, dass die ELR-Mittel für das nächste Jahr in Aussicht gestellt wurden, „schon im Februar wird der Entschluss gefällt“, freute er sich. Ein weiteres Beratungsthema nach der Sommerpause werde die weitere Schulentwicklung sein. Beide Schulleiter würden 2019 in den Ruhestand gehen, „dann müssen wir sehen, wie es weiter geht“, sagte Trautwein.
Text: Elke Huß