Goldene Hochzeit Hilde und Karl Kreidler / 10.6.2017
| Das Fest der Goldenen Hochzeit können Hilde und Karl Kreidler am Samstag feiern. Am Sonntag geben sie sich im Gottesdienst erneut das Eheversprechen und Prädikant Ulrich Gablowski wird ihnen den Segen erteilen. Kennen gelernt haben sich die beiden zu Zeiten, in denen es üblich war, dass man sich zum „Schwof“ – so sagte man zu Tanzveranstaltungen – getroffen hat. Karl Kreidler, ein gebürtiger Dießener, lernte Hilde, die aus Dürrenmettstetten stammt, im Gasthaus Krone in seinem Heimatort kennen. Sie allerdings musste dort in der Küche arbeiten, aber das Paar traf und verabredete sich immer öfter. Karl begann seine Ausbildung zum Feinmechaniker an der staatlichen Feintechnikschule in Schwenningen und arbeitete anschließend bei der Firma Brüninghaus in Horb. Dort blieb er 41 Jahre lang, nur eineinhalb Jahre unterbrochen durch den Bundeswehrdienst, bis zum Renteneintritt. Passives Mitglied ist er bis heute im Musikverein Dießen, sowie im Sportverein Dürrenmettstetten. Hilde Kreidler, geborene Kummer, besuchte die Handelsschule in Oberndorf und fand dann Arbeit im Büro des Hotels „Rappen“, das zu jener Zeit zu einem der bekanntesten Hotels im Kurort Freudenstadt zählte. Nach der Hochzeit zog das Paar in ihr elterliches Haus in der Dorfstraße. Vier Kinder, zwei Mädchen und zwei Buben, wuchsen dort auf. Hilde nahm 1970 eine Bürotätigkeit beim Baugeschäft Sieber in Dettingen auf. Gleichzeitig war sie viele Jahre in der Kirchenpflege in Dürrenmettstetten und zusätzlich ab 1975 auch auf dem evangelischen Pfarramt in Hopfau als Sekretärin tätig. Bis hin zum Rentenalter, immerhin 37 Jahre lang, engagierte sie sich im damals noch zur evangelischen Kirche gehörenden Kindergarten und im Kirchengemeinderat. In diese Zeit fiel nicht nur der Bau der Gemeindehalle, an dem sich die Kirche beteiligte, sondern auch die Renovierung der Kirche. Trotz der vielen Verwaltungsarbeit fühlte sie sich auch im örtlichen Frauenkreis wohl und umhegt bis heute ihre Katzen. Während er sich regelmäßig seinen Hobbies, dem Amateurfunken und dem Computer widmet, löst Hilde gerne Kreuzworträtsel, liest oder strickt Socken für die ganze Familie. Zurzeit ruhen allerdings die Nadeln: „Jetzt ist die Saison rum, erst im Herbst geht´s wieder los“ sagt sie schmunzelnd, während er verschmitzt sagt: „Aber ich krieg die wenigsten davon ab“. Gefeiert wird am Sonntag mit der Familie, zu der auch die zwei Enkelkinder Ann-Kathrin und Jonas gehören, sowie mit Freunden und Bekannten. |
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| Text und Bild: Elke Huß |