Öffentliche Ortschaftsratssitzung / 31.5.2017

Gegensätzliche Meinungen hatten die Ortschaftsräte in der jüngsten Sitzung, als es um das Thema Geschwindigkeitsbegrenzung für die innerörtlichen Dürrenmettstetter Straßen ging. Der Grundsatzbeschluss, der die 30 km/h-Zone für alle Gemeindestraßen vorsieht, wurde vom Gemeinderat am 22. Mai gefasst. Dem Ortschaftsrat oblag es nun, festzulegen, ob einzelne Straßen von dieser Regelung ausgenommen werden können.
Die Einführung einer 30-Zone beschlossen die Räte für folgende Straßen: die Enslinstraße – dort befindet sich der Kindergarten, ebenso nutzen Schulkinder diese Straße, die keinen Gehweg aufweist, um zum Sportunterricht in die Gemeindehalle zu gelangen. Für den Hohacker Weg, den Schalmenhagweg und den Niesleweg gilt durch die 30-Zone in der Enslinstraße automatisch die gleiche Geschwindigkeitsregelung. Ebenso wird künftig die Begrenzung im Lindenwasen, Lohweg und Ersacher Weg gelten. Eine Besonderheit bietet die Straße „Im Tiergarten“, die bis zum Friedhof führt und von dort weiter zum Steinbruch. Da der Glatter Weg und der Mühlgarten abzweigen, gilt in diesen Straßen ebenfalls die 30-Zone. Dass in diesem Gebiet durchgängig 30 km/h gefahren werden soll, stieß einigen Räten sauer auf. „Man könne doch nicht den ganzen Ort mit einer 30-Zone“ belegen, empörte sich Siegfried Dölker. Für ihn sei dies nicht nachvollziehbar. Reinhard Kießling stimmte seinem Kollegen zu und fragte sich, wo denn das Gefahrenpotenzial läge. 50 km/h innerorts würde er als ausreichend empfinden. Nur bei der Hopfauer Straße (Stichstraße bis Gebäude Ade) und dem Hölderleweg sahen die Räte keinen Bedarf für eine 30-Zone.
Eine 30 km/h Begrenzung hier in der Tiergartenstraße, dem rechts abzweigenden Glatter Weg und im Mühlgarten (Stichstraße im neuen Baugebiet) sah Ortschaftsrat Siegfried Dölker als völlig unnötig an.
Im neuen Baugebiet „Im Tiergarten“ wird der Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage beabsichtigt. Für den Ortschaftsrat gab es zwei Ausnahmen zu beschließen. Zum einen ragen beide Dachvorsprünge mit jeweils 75 Zentimetern über das Baufenster hinaus. Zum anderen beträgt der Abstand der Garage zur Mühlgarten-Straße nur zwei statt drei Meter. Da aber auch dieser Mindestabstand ausreichend sein müsse, stimmten die Räte den Befreiungen einstimmig zu.
 
Der Ortsvorsteher gab bekannt, dass gemeinsam mit dem Bürgerbeauftragen Hans-Ulrich Händel der Antrag auf Beratung und Unterstützung bei der innerörtlichen Entwicklung bei Quartier 2020 gestellt wurde. Für das Vorhaben, der Bau des Dorfgemeinschaftshauses, sei dies eine unterstützende Hilfe.
Mirjam Kirschbaum engagiert sich ehrenamtlich für das Projekt in Dürrenmettstetten „Sanierungsunterstützung durch Initiative Südwest Edeka“. Dazu muss ein Spielplatz – hier „am Stättle“ – vorgestellt werden. Im Falle eines Gewinnes könnte der Spielplatz mit dem Preisgeld saniert werden. Der Ortsvorsteher dankte ihr für das freiwillige Engagement.
Am 9. Juli wird es wieder einen Bauernmarkt von 11 bis 17 Uhr auf dem Büffelhof geben, verkündete Ortsvorsteher Trautwein. Laufend seien bei ihm Beschwerden über die in einem Arbeitseinsatz gerichteten Feldwegränder eingegangen, informierte er weiter. Hierzu müsse eine Lösung gefunden werden. Gudrun Bühner war befremdet über die Absage des Neubürgerempfangs. Sie hätte diesen auch mit weniger Personen stattfinden lassen wollen. Trautwein erklärte, dass er 25 Personen angeschrieben habe, aber nur 4 bis 5 Anmeldungen bekommen habe.
Die Kreuzung an der Dettingerstraße/Umgehungsstraße Richtung Dettingen war ein weiterer Diskussionspunkt. Da erst kürzlich wieder ein Unfall passiert war, bemängelten die Räte die dortige Absicherung durch Verkehrszeichen. Es kam der Vorwurf, dass die Lastwägen der Steinbruch-Firma Kaltenbach zu schnell über die Kreisstraße fahren und dabei nicht die Vorfahrtsregelung beachten. Theo Trick stellte empört den Vergleich „Wir haben eine 30-Zone im Ort, aber dort wo wirklich die schweren Unfälle passieren, beschließen wir nichts“ an. Reinhardt Kießling verlangte gar ein Stopp-Schild. Ortsvorsteher Trautwein will ein Gespräch mit der Firma Kaltenbach suchen.
Durch Lärm belästigt fühlt sich eine Anwohnerfamilie mit Kleinkind gegenüber dem Sportplatz. Nach dem Fußballtraining würden die Spieler zu später Stunde mit quietschenden Reifen vom Parkplatz weg fahren, machte der Bürger seinem Unmut Luft. Der Ortsvorsteher versprach, sich mit den Verantwortlichen in Verbindung zu setzen.
 
Text und Bilder: Elke Huß