Weltgebetstag in Hopfau / 3.3.2017

Zum ökumenischen Weltgebetstag lud die Kirchengemeinde Hopfau in den Pfarrsaal ein. Weltweit wird dieser Gottesdienst am ersten Freitag im März gefeiert. Dieses Jahr führte er auf die Philippinen, einem Inselstaat mit über 100 Millionen Einwohnern. Naturschönheiten und Weltkulturerbe finden sich dort ebenso wie zerstörerische Naturgewalten und Umweltkatastrophen. Die Armut ist weit verbreitet und wer sich für Menschenrechte und Umweltschutz einsetzt lebt in dem südostasiatischen Land gefährlich.
„Was ist denn fair“ ist daher auch das Weltgebetstags-Bild der philippinischen Künstlerin Rowena Laxamana-Sta.Rosa betitelt. In vielen kleinen Einzelheiten hat sie einen „flüchtigen Blick auf die philippinische Situation“ und dessen landestypische Gegensätze festgehalten, die vom Mitarbeiterteam anschaulich mittels einer Präsentation erklärt wurde.
Mit den Lebensgeschichten von Merlyn, Celia und Editha kommen drei Frauen zu Wort, die von Armut, Ausbeutung, Migration und den dramatischen Folgen des Klimawandels berichten. Gesanglich wurden die Besucher eingeladen mit dem Lied „Komm, und erzähl uns“, musikalisch begleitet von Jutta Schirk an der Gitarre, Sara Schirk mit der Querflöte und Rebecca Dettling am Klavier. Mehr Gerechtigkeit fordern die philippinischen Frauen, die in ihren ganz persönlichen Geschichten von Leid und Elend erzählen.
Auf den Philippinen ist es üblich, beim Pflanzen und Ernten von Reis die Nachbarschaft um Hilfe zu bitten. Dafür wird niemand bezahlt, aber alle bekommen etwas von der Ernte. Diese Tradition, die Dagyaw (ausgesprochen Dagjau) genannt wird, hilft eine Gemeinschaft aufzubauen und erhalten. Dies wurde auch im Gleichnis aus dem Matthäus Evangelium deutlich, in dem Jesus abschließend sagt: So werden die Letzten die Ersten sein und die Ersten die Letzten.
Kleine Tütchen mit fair gehandelten Reiskörnern wurden an alle Anwesenden verteilt. Der Gedanke dabei ist, dass er zusammen mit eigenem Reis in den Kochtopf gemischt wird und sich so jeder buchstäblich einmischen kann für eine gerechte Gesellschaft. Um die Lebensbedingungen und Chancen von Frauen und Mädchen zu verbessern, ist das erklärte Ziel der Projektarbeit des Weltgebetstages. Die Kollekte des Abends trägt dazu bei.
Abschließend konnten landestypische Speisen vom aufgebauten Büfett probiert werden. Zwischen Hühnersuppe, Lumpias mit Dip, Auberginensalat, Empanadas, Pina Colada und vielen weiteren Köstlichkeiten hatten die Besucher die Auswahl, um sich bei Gesprächen noch zu verweilen.
 
Als ein Zeichen der Solidarität teilt Rebecca Dettling die Reistütchen an jeden Besucher aus.

Text und Bilder: Elke Huß