Bibelwoche in Dürrenmettstetten / 14., 16. und 17.2.2017
| Zwei Gastreferenten hatte die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Hopfau/Dürrenmettstetten zu den jährlichen Themenabenden eingeladen. Gemeinschaftspastor Martin Böttinger aus Schopfloch machte mit dem Thema „Streben nach Glück“ den Anfang des ersten Bibelabends, den der Posaunenchor musikalisch begleitete. Die Frage „Wie werde ich glücklich“ beschäftige Menschen seit jeher, so Böttinger. Das Glück finde sich nicht im Reichtum, da im Menschen eine unersättliche Gier stecke. Dazu komme noch die Gefahr des Vergleichens der Besitztümer untereinander. „So finden wir nicht das Glück“ war das klare Fazit Böttingers. Lösungsansätze sieht er in der Zufriedenheit des Menschen, in der Erinnerung an schöne Erlebnisse, sowie in der Großzügigkeit. „Nicht das Geld, sondern die Beziehungen zu anderen machen den Menschen glücklich“, brachte es der Pastor auf den Punkt. Eine Parallele dazu finde sich in der Bibel bei Matthäus 22, Vers 39: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Christoph Gruber, Pfarrer aus Empfingen, widmete sich am zweiten Abend, den der Kirchenchor Hopfau/Dürrenmettstetten einleitete, der Frage „Was bleibt wenn ich nicht mehr bin?“ Materiell könne man den Wert eines Menschen nicht bemessen, stellte er klar. Seine persönliche Lebenserwartung konnte jeder Besucher symbolisch mit einem Papierstreifen ermitteln, bei dem er die gelebte Zeit abriss und dann nach verschiedenen Kriterien, je nachdem ob verheiratet oder nicht, ob man Freunde oder Haustiere hat, Jahre dazu addieren oder abziehen. Ein restliches Stück Papier blieb übrig und Christoph Gruber fragte „Was möchten Sie in diese verbleibende Zeit unbedingt noch reinstecken? Schreiben Sie es auf den Papierstreifen.“ Die geschenkte Zeit sinnvoll zu nutzen, gab er den Besuchern mit auf den Weg und verwies auf die Worte von Jakobus: „Der Mensch gleicht einem Dampfwölkchen, das aufsteigt und sich sogleich wieder auflöst“. Der Frage „Was macht denn Sinn“ ging Pfarrer Wolfgang Müller am letzten Abend nach. Die musikalische Einleitung übernahm die, auf Initiative von Susanne Siegel, neu gegründete Teenie-Band. Für die Jungen und Mädchen war dieser Auftritt, an dem sie christliche Rockmusik sehr schön rüberbrachten, gleichzeitig eine Premiere. „Ihr seid mutig“, war daher auch das Lob vom Gemeindepfarrer. Ein Instrument zu lernen, heiße Ausdauer beweisen. Miteinander Musizieren mache aber Spaß und erfülle gleichzeitig den Schöpfungsauftrag, den Gott gegeben hat. „Dem Leben Sinn geben, heißt, ein Ziel vor Augen haben, und sich daraufhin zu bewegen“, stellte Müller dar. Manche Menschen könnten auch ohne Glauben sinnvoll leben, „wenn man aber geschmeckt habe, was Glauben ist, eröffne sich Ungeahntes und Wertvolles“, machte er deutlich. „Gott bleibt jedoch verborgen, er ist kein Gegenstand, den man besitzen kann“. Das Vertrauen auf Gott setzen, sei aber der Sinn des Lebens, fasste Wolfgang Müller zusammen. Das Opfer der Bibelabende kommen der „Bibel Liga“ und dem Gustav-Adolf-Werk zugute. An einem Büchertisch konnte christliche Literatur erstanden werden. Beim abschließenden Ständerling verweilten die Gäste noch bei heißem Tee, Gebäck und Gesprächen. |
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| Gemeinschaftspastor Martin Böttinger aus Schopfloch |
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| Posaunenchor Hopfau/Dürrenmettstetten unter der Leitung von Meinhard Siegel |
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| Kirchengemeinderat Otto Kraft überreicht ein Dankeschön |
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| Kirchenchor Hopfau/Dürrenmettstetten unter der Leitung von Hans Steinwand |
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| Christoph Gruber, Pfarrer aus Empfingen |
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| Die Teenie-Band |
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| Die Sängerinnen der Teenie-Band |
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| Pfarrer Wolfgang Müller referierte am letzten Abend |
Text und Bilder: Elke Huß |