Hauptversammlung Freiwillige Feuerwehr Abt. Dürrenmettstetten / 13.1.2017

Stadtbrandmeister Eugen Heizmann zeichnet drei Feuerwehrmänner mit dem silbernen Ehrenabzeichen des Landes Baden-Württemberg aus. Abteilungskommandant Daniel Kirschbaum verabschiedet den langjährigen Feuerwehrmann Volker Herr aus der Wehr.
Die Feuerwehrabteilung Dürrenmettstetten sei eine recht junge Wehr, der Altersdurchschnitt liegt bei 31 Jahren, berichtet Daniel Kirschbaum anlässlich der Hauptversammlung. Mit Stolz blicke er auf eine 32 Mann starke Wehr, die aus zwei Zugführer, vier Gruppenführer, zwölf Maschinisten, 15 Atemschutzgeräteträger und 30 Sprechfunker bestehe, sowie einem Altersfeuerwehrmann. Als erste Frau in der Geschichte der Dürrenmettstetter Feuerwehr hieß der Kommandant Lena Roggenstein willkommen, die der Jugendfeuerwehr beitrat.
Im vergangenen Jahr legten zehn Feuerwehrmänner erfolgreich das bronzene Leistungsabzeichen in Ertingen ab. In diesem Jahr werden David Bühner, Johannes Rapp und Simon Huß die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger ablegen, außerdem hat sich Stefan Steinwand zum Maschinistenlehrgang angemeldet. Den Gruppenführerlehrgang in Bruchsal belegen Lorenz Frey, Stefan Steinwand und Mario Kirschbaum, informierte Kirschbaum weiter.
Zu zwei kleinen Einsätzen wurde die Wehr im letzten Jahr gerufen: Im April wurde die Hopfauer- und Dettingerstraße von einer Güllespur gereinigt. Im Juni löschte die Wehr zusammen mit der Hopfauer und Sulzer Abteilung ein Feuer im Wald zwischen Dürrenmettstetten und Hopfau.
Die durchschnittliche Beteiligung an den 13 regulären und zwei Zusatzübungen, sowie einer Funkübungsfahrt habe etwas nachgelassen, mahnte der Kommandant an. Der stellvertretende Kommandant Volker Maier berichtete, dass die Fortbildung im Atemschutz regelmäßig geleistet werde und das vorhandene Wissen in Übungen aufgefrischt und gefestigt wurde. Einsätze mussten im letzten Jahr keine gefahren werden.
Die Jugendfeuerwehr ist mit sechs Mitgliedern, darunter Feuerwehrfrau Lena Roggenstein, sehr gut aufgestellt. Jonas Kirschbaum und Nico Bauer berichteten engagiert von ihren Aktivitäten, die neben dem feuerwehrtechnischen Programm auch Sport, Spiel und Spaß enthielten. Im Mai mit dabei sein wird der Dürrenmettstetter Feuerwehrnachwuchs bei der Kreisübung, beim Jugendfeuerwehr-Zeltlager und bei der 24-Stunden-Übung im Juli.
Das Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25 Jahre Feuerwehrdienst, das vom Land Baden-Württemberg verliehen wird, erhielten aus den Händen von Stadtbrandmeister Eugen Heizmann Volker Maier, Joachim Pfau und Theo Trick. Lobende Worte fand er für die gesamte „junge Truppe“, die gerade durch die hohe Zahl an Atemschutzgeräteträgern gute Voraussetzungen für den Dienst mitbrächten. „Dass ihr da seid, um bei jeder Tages- und Nachtzeit zu helfen, ist von unschätzbarem Wert“, betonte der Stadtbrandmeister den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst der Dürrenmettstetter Truppe. Zügig soll die Ausstattung jedes Feuerwehrmannes mit einem Funkmeldeempfänger voran gehen, so Heizmann. Weiter bekannt gab er, dass der digitale Funk nun doch kommen werde. Dazu müsse jedes Fahrzeug umgerüstet werden.
Das silberne Ehrenzeichen erhielten Theo Trick (links), Joachim Pfau (3. von links) und Volker Maier (3. von rechts). Abteilungskommandant Daniel Kirschbaum (2. von links), Stadtbrandmeister Eugen Heizmann (2. von rechts) und Ortsvorsteher Robert Trautwein (rechts) danken den Wehrmännern für das ehrenamtliche Engagement.
Mit herzlichen Worten verabschiedete Kommandant Daniel Kirschbaum während der Hauptversammlung Feuerwehrmann Volker Herr, der die Wehr auf eigenen Wunsch hin verlässt.
Eingetreten ist Volker Herr am 1. Juli 1988, unter der damaligen Leitung von Abteilungskommandant Arno Haller. Im Februar 1989 schloss er seine Grundausbildung ab. Zwei Jahre später folgte der Truppführerlehrgang, 1997 ließ er sich zum Sprechfunker ausbilden. Das Leistungsabzeichen in Bronze erhielt er 1995.
Im Jahr 2014 wurde ihm das Ehrenabzeichen in Silber verliehen. Während seines 28-jährigen Feuerwehrdienstes habe er vieles miterlebt, berichtete der Kommandant. So fiel in diese Zeit die Abgabe des alten Ford Transit nach Altenberg, der Empfang des neuen Mercedes TSF und im Jahr 2002 der Erhalt des MLF.
Mit Worten des Bedauerns verabschiedete er den gebürtigen Dürrenmettstetter, der „immer ein angenehmer und hilfsbereiter Wehrmann“ gewesen sei. Er zeige aber Verständnis, da Volker Herr seit geraumer Zeit seinen Wohnort in Oberndorf-Lindenhof habe. Mit einem Geschenkkorb und einem Essensgutschein bedankte sich Daniel Kirschbaum für die geleistete Arbeit.
Texte und Bilder: Elke Huß